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Unternehmensführung

Unternehmensführung Was macht eine erfolgreiche Unternehmensführung aus? Was fällt heute eigentlich alles unter den Oberbegriff Unternehmensführung?

Früher hätte man auf diese Fragen wohl schnell geantwortet, dass hauptsächlich die Steuerung eines Unternehmens im betriebswirtschaftlichen Sinn die Führung eines Unternehmens bestimmt.

Die Unternehmensführung lässt sich heute allerdings nicht mehr so einfach definieren wie vielleicht noch vor ein paar Jahren. Dies hängt vor allem mit den unterschiedlichen Anforderungen zusammen, die in immer stärkerem Maße an eine moderne Unternehmensführung gestellt werden. Dadurch wurden und werden auch die klassischen Aufgaben erweitert und aus diesen „neuen“ Aufgaben ergeben sich wiederum „neue“ Erklärungs- und Definitionsansätze.

Zunächst einmal ist bei der betriebswirtschaftlichen Unternehmensführung die eigentliche Personengruppe anzusprechen, die ein Unternehmen der Bedeutung nach führt. In diesem Zusammenhang wird meist auch neudeutsch vom „Management“ gesprochen.

An diesen Personenkreis werden heute ganz andere Anforderungen gestellt. Natürlich müssen Unternehmensführer und Manager genau wie früher zum Wohle des Unternehmens möglichst wirtschaftlich, systematisch und effizient das Unternehmen steuern und dabei Planungs- und Kontrollaufgaben übernehmen. Doch heute sind an einem Unternehmen sehr viel mehr Personen, Organisationen und Interessensgruppen beteiligt, als noch vor ein paar Jahren. Dies liegt zum einen an der immer stärkeren Teilhabe vieler Unternehmen am Aktienmarkt und zum anderen an der sich ständig verstärkenden Globalisierung. Dadurch muss sich die moderne Unternehmensführung den unterschiedlichsten Gruppen gegenüber rechtfertigen und gleichzeitig auf das Wohl all dieser Gruppen achten. Transparenz wird dabei nicht nur von den Aktionären gefordert, sondern in immer stärkerem Maße von der Öffentlichkeit, die nach einer ethisch vertretbaren Unternehmensführung verlangt.

Außerdem steigt der Konkurrenzdruck, der auf ein Unternehmen und dessen Führung einwirkt, und technologische und wirtschaftliche Innovationen und Entwicklungen gehen sehr viel schneller von Statten, als noch vor ein paar Jahren. Die Unternehmensführung darf sich von diesen Entwicklungen aber nicht überrollen lassen, sondern muss effizient auf diese Herausforderungen antworten. Gerade kleinere Unternehmen stellt dies vor eine große Herausforderung, so dass Beraterfirmen im Bereich der Führung eines Unternehmens sehr gefragt sind.

Neben dieser recht personellen Deutung von Unternehmensführung, kann dies aber auch anders verstanden werden, und zwar als ein Kernbestand der heutigen Managementlehre. In diesem Zusammenhang lassen sich unter dem Begriff Unternehmensführung alle Tätigkeiten, Aufgaben und Verantwortungsbereiche zusammenfassen, die für das Funktionieren eines Unternehmens absolut notwendig sind.

Dieser Ansatz stellt nicht eine Personengruppe, die ein Unternehmen steuert in den Vordergrund, sondern betont die allgemeine Seite und vor allem die Funktion der Unternehmensführung. In diesem Sinne kann man die Unternehmensführung vielmehr als eine Art Ablauf ansehen, der optimiert wird. Effizienz hängt bei dieser Deutung nicht von Personen ab, sondern davon, die besten und erfolgreichsten Abläufe zu finden und einzusetzen.

Egal wie man Unternehmensführung versteht: In jedem Fall fällt es in ihren Verantwortungsbereich nach außen die langfristigen Rahmenbedingungen und eine bestimmte Konzeption für ein Unternehmen festzulegen. Im Inneren sollte sie für einen möglichst effizienten Ablauf der Strukturen sorgen, was meist Eingriffe in die Planungs-, Kontroll- und Organisationssysteme mit sich bringt.

Dabei gibt es von Unternehmen zu Unternehmen und vor allem von Unternehmensführung zu Unternehmensführung große Unterschiede: Allein bei der Planung ergeben sich je nach Unternehmen kurzfristige, mittelfristige oder langfristige Planungszeiträume, in manchen Fällen wird innerhalb eines Unternehmens sogar mit verschieden Planungszeiträumen gearbeitet.

Ähnlich große Unterschiede gibt es bei der so genannten strategischen Führung. Als allgemeingültiges Ziel der strategischen Führung im Bereich der Unternehmensführung kann eigentlich nur die langfristige Steigerung des Erfolges im Einklang mit der jeweiligen Unternehmensphilosophie genannt werden.

Die nicht-strategische Unternehmensführung konzentriert sich dagegen allgemein gesprochen auf das Erreichen unmittelbarer Erfolge. Man könnte also sagen, dass die strategische Unternehmensführung den groben Überbau schafft, während sich die nicht-strategische Unternehmensführung um die Details kümmert und alle notwendigen Festlegungen trifft.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Unternehmensführung heute von vielen verschiedenen Faktoren abhängt. Erst eine Abstimmung und Optimierung all dieser Faktoren führt letztlich zum Erfolg.





       
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