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Scheinselbständigkeit

ScheinselbständigkeitWas versteht man unter Scheinselbständigkeit und welche Gründe führen dazu?

Viele Unternehmen tun sich heutzutage schwer aufgrund der immensen Sozialabgaben und der gesetzlichen Verpflichtungen gegenüber Angestellten, Arbeitskräfte dauerhaft einzustellen. Oft macht es für den Unternehmer finanziell und auch aufgrund der häufig saisonbedingten Auftragslage mehr Sinn, Selbständige für sich arbeiten zu lassen. Diese Praktik wird als "Outsourcing" bezeichnet und soll vom Staat mithilfe des Gesetzes zur Förderung der Selbständigkeit weitestgehend verhindert werden.

Möchte nun beispielsweise ein Existenzgründer vom Staat für seine Unternehmung Unterstützung erhalten, so ist er verpflichtet nachzuweisen, dass er unabhängig von einem externen Unternehmen existieren kann und damit nicht scheinselbständig ist. Agiert der Jungunternehmer fast ausschließlich und auf Dauer für einen Auftraggeber und lässt kein typisches unternehmerisches Handeln erkennen, wie etwa einen Brancheneintrag, dann liegt die Vermutung nahe, nicht selbständig, sondern vielmehr scheinselbständig zu sein.

Auf diese Weise des Personalabbaus entgehen dem Staat Jahr für Jahr durch fehlende Sozialabgaben hohe Summen, wobei das Augenmerk nicht auf die Erhöhung dieser, sondern auf die Beseitigung der Gründe für die Scheinselbständigkeit gelegt werden sollte.

Gründe für die Scheinselbständigkeit

Gründe gibt es viele, warum Arbeitgeber Selbständige den Angestellten vorziehen. Zum einen ist der Arbeitgeber nicht verpflichtet monatlich ein festes Gehalt zu zahlen, egal ob der Arbeitnehmer krank, schwanger oder im Urlaub ist und zum anderen ist der Anteil der Sozialabgaben wie die Beiträge der gesetzlichen Krankenversicherung und die der Rentenversicherung sehr hoch. Der zunehmende Konkurrenzdruck, welches die Unternehmen zwingt effektiver zu wirtschaften, tut sein Übriges.

Der Scheinselbständige wird in der Regel, wie auch ein echter Unternehmer, ausschließlich nach erbrachter Leistung und den damit verbundenen Rechnungen entlohnt und nur engagiert, falls überhaupt ein Auftrag vorliegt. Angestellte müssen kontinuierlich und unabhängig von der Auftragslage bezahlt werden. Damit ergeben sich gerade für kleinere Unternehmen erhebliche Schwierigkeiten beim Einstellen von Arbeitskräften. Gerade auch die Regelungen um die Mindestlöhne verschärfen Situationen und zwingen viele Unternehmen zum Umdenken.

Es lässt sich auch nicht leugnen, dass die Bezahlung pro Auftrag und erbrachter Leistung stärker motivierend wirkt, als ein festes monatliches Gehalt.

Wo der Staat noch an der einen Stelle versucht die Scheinselbständigkeit zu unterbinden, unterstützt er das Outsourcing der Unternehmen durch die zunehmenden Rechte der Arbeitnehmer und das für die Arbeitgeber ohne Zweifel ungünstige und stark kritisierte Sozialversicherungssystem.

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